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wedrone.

wedrone / Tagebau

Eine Halde, die geschätzt wird, ist eine Halde, die falsch ist.

Halden und Gruben photogrammetrisch vermessen, gegen den Abbauplan legen, Böschungen und Absetzerbecken kontrollieren. Monatlich statt jährlich, ohne dass jemand an die Kante muss.

Anwendungen

Fünf Wege, den Tagebau aus der Luft zu erfassen.

VOLUME

Halden & Massen

Der Fall, der sich am schnellsten rechnet. Photogrammetrie liefert Haldenvolumen aus einem Flug statt aus einer Schätzung, und weil derselbe Flug jeden Monat wiederholbar ist, wird aus Einzelwerten ein Bestandsverlauf, der sich gegen die Buchhaltung abgleichen lässt.

  • Volumen statt Schätzung
  • Monatlicher Abgleich
  • Wiederholbar identisch

PIT

Grube & Soll-Ist

Die Grube wird als Ganzes erfasst und gegen den Abbauplan gelegt. Wo tatsächlich abgebaut wurde und wo nicht, zeigt sich früh genug, um die Planung anzupassen, statt es am Jahresende festzustellen.

  • Abbaufortschritt
  • Gegen den Plan gelegt
  • Früh statt zum Jahresende

BLAST

Sprengung

Vor der Sprengung liefert die Befliegung Böschungsgeometrie und Vorgabe für die Bohrlochplanung, danach die Haufwerksform und eine Einschätzung der Zerkleinerung. Beides ohne dass jemand an die Böschungskante muss.

  • Vorgabe & Bohrplanung
  • Haufwerk danach
  • Niemand an der Kante

SLOPE

Böschung & Strosse

Böschungen, Strossen und Haldenkörper werden erfasst, ohne dass ein Vermesser die Kante betritt. Wiederholte Befliegung macht Verformung sichtbar, und Verformung über die Zeit ist das eigentliche Warnsignal, nicht der Einzelbefund.

  • Ohne Betreten der Kante
  • Verformung über Zeit
  • Geotechnik-Zuarbeit

TAILINGS

Absetzerbecken & Dämme

Absetzerbecken und ihre Dämme sind der Ort mit dem größten Schadenspotenzial und dem schlechtesten Zugang. Regelmäßige Befliegung dokumentiert Freibord, Böschungsgeometrie und Sickerstellen in gleichbleibender Qualität.

  • Freibord & Böschung
  • Sickerstellen
  • Gleichbleibende Qualität

Über der Grube

Messen, ohne an die Kante zu gehen.

So funktioniert es

Erfassen. Fliegen. Auswerten.

01

Erfassen

Gruben- und Haldenlage, Sprengsperrzonen, Verkehrswege der Großgeräte und der gewünschte Rhythmus werden aufgenommen. Daraus entsteht ein Flugprofil, das identisch wiederholbar ist. Ohne Passpunkte und ohne identische Wiederholung sind zwei Volumina nicht vergleichbar, und dann nützt auch die schönste Punktwolke nichts.

02

Fliegen

Geflogen wird von genehmigten Betreibern aus dem Partnernetzwerk nach der EU-Drohnenverordnung (EU) 2019/947, mit dem Gerät nach (EU) 2019/945. Auf dem Betriebsgelände kommen Sprengsperrzonen, Staub und der Verkehr der Großgeräte als eigene Auflagen hinzu.

03

Auswerten

Orthofoto, Geländemodell, Punktwolke und Massen laufen zusammen und werden gegen den Abbauplan gelegt. Die bergrechtlich verbindliche Vermessung bleibt dabei ausdrücklich beim Markscheider; die Befliegung liefert das, was dazwischen liegt, nur eben monatlich statt jährlich.

Hinweis: wedrone ist Systemintegrator und kein Luftfahrtbetreiber. wedrone hält keine eigenen Betriebsgenehmigungen und fliegt nicht selbst. Die bergrechtlich verbindliche Vermessung bleibt beim Markscheider, die geotechnische Bewertung beim Sachverständigen. Die Befliegung liefert Erfassung und Auswertung, nicht das Gutachten.

Unter Tage

Unter Tage fliegt nichts mehr.

Transport auf festen Strecken, Bohren, Inspektion von Wetter- und Bandstrecken und die Befahrung nicht mehr betretbarer Grubenbaue laufen über die Bodenrobotik von werob. In schlagwettergefährdeten Bereichen kommt die ATEX-Gerätegruppe I hinzu, und die bestimmt die Hardwareauswahl vollständig.

werob Bergbau: Robotik unter Tage

FAQ

Ersetzt die Drohne den Markscheider?
Nein, und das ist in Deutschland eine rechtliche Frage, keine technische. Die bergrechtlich verbindliche Vermessung ist dem Markscheider vorbehalten, daran ändert keine Punktwolke etwas. Was die Befliegung ändert, ist die Frequenz: Ein photogrammetrisches Volumen ist monatlich oder wöchentlich verfügbar, eine förmliche Vermessung nicht. Die beiden konkurrieren nicht, sie liegen auf unterschiedlichen Zeitskalen. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, verkauft Ihnen ein Problem mit der Bergbehörde.
Wie genau ist ein Haldenvolumen aus der Luft?
Mit Passpunkten und sauberer photogrammetrischer Auswertung liegt die Genauigkeit im Zentimeterbereich, was für Bestandsabgleich, Fortschritt und Massenermittlung ausreicht. Entscheidend ist weniger die absolute Genauigkeit als die Wiederholbarkeit: Wenn Sie jeden Monat identisch fliegen, ist die Differenz zwischen zwei Flügen belastbarer als jeder Einzelwert. Zwei unterschiedlich geflogene Kampagnen dagegen kann man nicht sinnvoll voneinander abziehen.
LiDAR oder Photogrammetrie?
Für Halden und offene Grubenflächen reicht Photogrammetrie meistens und ist deutlich günstiger. LiDAR lohnt sich, wenn Vegetation im Weg ist und Sie den Boden darunter brauchen, bei ungünstigem Licht oder wenn steile Böschungen aus flachem Winkel erfasst werden müssen. Wir entscheiden das an Ihrer Fläche, nicht am Prospekt.
Was ist mit Staub, Sprengungen und dem Verkehr im Tagebau?
Das sind die realen Einschränkungen, und sie stehen vor der Technik. Während der Sprengsperrzeit wird nicht geflogen, bei starkem Staub liefert Photogrammetrie schlechte Ergebnisse, und die Verkehrswege der Großgeräte bestimmen, wo Start und Landung liegen dürfen. Ein Flugprofil, das diese Punkte nicht berücksichtigt, funktioniert im Prospekt und nicht im Betrieb.
Wie groß ist die Branche in Deutschland eigentlich?
Nach Angaben des Bundesverbands Baustoffe, Steine und Erden gewinnen rund 4.000 Unternehmen mit 136.000 Beschäftigten jährlich etwa 570 Millionen Tonnen Rohstoffe. Das ist eine Verbandsangabe, und wir kennzeichnen sie als solche. Der Punkt dahinter ist aber unstrittig: Das ist eine sehr große Zahl an Gewinnungsstellen, die alle regelmäßig vermessen und kontrolliert werden müssen.
Und unter Tage?
Da fliegt in aller Regel nichts Sinnvolles. Transport, Bohren, Inspektion von Wetter- und Bandstrecken und die Befahrung nicht mehr betretbarer Grubenbaue laufen über die Bodenrobotik von werob, in schlagwettergefährdeten Bereichen zusätzlich mit ATEX-Gerätegruppe I. Über Tage die Luft, unter Tage der Boden, und in gefluteten Grubenbauen die Unterwasserrobotik. Alle drei werden gemeinsam spezifiziert.

Ihre Halden, monatlich gemessen statt geschätzt.

Beschreiben Sie Standort, Flächen und den gewünschten Rhythmus. Wir strukturieren Regulatorik und Betreiber und bringen die Befliegung in den Regelbetrieb, abgestimmt mit Ihrem Markscheider.