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Roboter Altenheim Case Study: 92.000 Euro Kostenentlastung pro Jahr
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Roboter Altenheim Case Study: 92.000 Euro Kostenentlastung pro Jahr

Diese Case Study analysiert den Einsatz autonomer Systeme in der stationären Pflege. Erfahren Sie, wie werob durch hardware-agnostische Integration messbare wirtschaftliche Vorteile und regulatorische Sicherheit schafft.

werob Care Desk· Care-vertical specialists at werob· 18. August 2026

Station 4. 22:00 Uhr. Die Nachtschicht in einer Hamburger Pflegeeinrichtung hat gerade begonnen. Während die Pflegefachkraft die Dokumentation für den Tag abschließt, setzt sich ein Transportroboter lautlos in Bewegung. Er liefert die vorbereiteten Medikamentenboxen für den nächsten Morgen an die dezentralen Stützpunkte der Etage. Was früher wertvolle Arbeitszeit für rein logistische Laufwege band, erfolgt heute vollautomatisiert und präzise. Diese Szene ist kein isoliertes Pilotprojekt mehr, sondern operativer Alltag in Einrichtungen, die auf eine integrierte Robotik-Strategie setzen. In dieser Case Study betrachten wir die wirtschaftlichen, technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, die den Erfolg solcher Implementierungen in der modernen Pflege bestimmen.

Key Takeaways

Die operative Herausforderung in der stationären Pflege

Der europäische Pflegesektor steht vor einer beispiellosen Belastungsprobe. Mit über 11.000 Einrichtungen allein in Deutschland und einem prognostizierten Fachkräftemangel, der die Versorgungsqualität bedroht, suchen Betreiber nach skalierbaren Lösungen. Das Hauptproblem liegt oft nicht in der direkten Bewohnerpflege, sondern in den hohen Anteilen an nicht-pflegerischen Tätigkeiten. Statistiken zeigen, dass Pflegekräfte bis zu 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Logistik, Transport und Vorbereitungsaufgaben verbringen.

Hier setzt die Robotik an. Es geht nicht darum, die menschliche Zuwendung zu ersetzen, sondern die Fachkräfte von mechanischen, repetitiven Aufgaben zu befreien. Eine fundierte Case Study muss daher die Frage beantworten, wie diese Technologie nahtlos in den bestehenden Schichtbetrieb integriert werden kann, ohne zusätzliche Komplexität für das Personal zu schaffen. werob agiert hierbei als Systemintegrator, der den gesamten Prozess von der ersten Workflow-Analyse bis zum Live-Betrieb steuert.

Wirtschaftlichkeitsanalyse: Messbare Entlastung in Zahlen

Wirtschaftlichkeit in der Pflege wird oft durch die Reduktion von Opportunitätskosten und die Steigerung der operativen Kapazität gemessen. In unseren Projekten haben sich zwei Kernbereiche als besonders lukrativ erwiesen. Die Automatisierung der Medikamentenrunde führt zu einer verifizierten Kostenentlastung von 92.000 Euro pro Standort und Jahr. Hierbei übernimmt der Roboter die Verteilung der gestellten Medikamente zwischen Apotheke, Lager und den einzelnen Stationen.

Ein zweiter wesentlicher Faktor ist der allgemeine Transportdienst. Die Beförderung von Wäsche, Mahlzeiten oder Abfällen summiert sich in einer durchschnittlichen Einrichtung auf enorme Laufleistungen. Durch den Einsatz spezialisierter Transportroboter erzielen Betreiber eine zusätzliche Entlastung von 71.000 Euro pro Jahr. Für eine Pflegegruppe mit beispielsweise vier Standorten und jeweils fünf Robotern ergibt sich daraus ein jährliches Optimierungspotenzial von rund 1,8 Millionen Euro. Diese Zahlen basieren auf realen Betriebsdaten und verdeutlichen, dass Robotik längst den Status eines Gadgets verlassen hat.

Die werob Spec Engine: In 48 Stunden zum Einsatzplan

Ein häufiger Fehler bei der Einführung von Robotik ist die langwierige Discovery-Phase. Traditionelle Beratungsansätze benötigen oft drei bis sechs Monate, um eine Spezifikation zu erstellen. werob hat diesen Prozess durch die Spec Engine radikal verkürzt. Auf Basis von Daten aus über 35.000 Projekten übersetzt die Engine die verbalen Beschreibungen der Betreiber in 48 Stunden in eine einsatzfähige Roboter-Spezifikation.

Dabei werden Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Fahrstuhlsteuerung, Türbreiten und die spezifische Taktung der Schichten berücksichtigt. Das Ergebnis ist kein allgemeines Konzept, sondern ein präziser Anforderungskatalog. Dieser Katalog dient als Basis für das Supplier Matching, bei dem über 44 OEM-Partner und mehr als 280 verschiedene Robotermodelle gegen die spezifischen Anforderungen der Einrichtung geprüft werden. Dieser hardware-agnostische Ansatz stellt sicher, dass nicht der bekannteste Roboter gewählt wird, sondern derjenige, der die Aufgabe am effizientesten erfüllt.

Nahtlose Integration in PointClickCare und MatrixCare

Ein Roboter, der als isoliertes System agiert, erzeugt Mehraufwand statt Entlastung. Der entscheidende Erfolgsfaktor in jeder Case Study ist die Tiefe der Software-Integration. werob liefert vorgefertigte Konnektoren in den bestehenden Betreiber-Stack. In der Pflegebranche sind dies vor allem Integrationen in PointClickCare und MatrixCare. Durch diese Schnittstellen weiß der Roboter in Echtzeit, welche Station welche Lieferungen erwartet.

Wenn eine Pflegekraft im System eine Anforderung markiert, wird der Auftrag automatisch an das werob Cockpit übermittelt und der passende Roboter disponiert. Es ist kein manuelles Eingreifen an einem separaten Terminal erforderlich. Diese bidirektionale Kommunikation stellt zudem sicher, dass jeder Schritt des Roboters lückenlos dokumentiert wird. Dies ist nicht nur für die interne Effizienz wichtig, sondern auch für die Einhaltung von Qualitätsstandards und die Nachweispflicht gegenüber der Heimaufsicht.

Regulatorische Sicherheit und die EU-Maschinenverordnung

Die rechtliche Landschaft für Robotik in der Pflege wird zunehmend komplexer. Ein zentraler Aspekt, den jeder Betreiber berücksichtigen muss, ist die neue EU-Maschinenverordnung 2023/1230. Diese wird ab dem 20. Januar 2027 verbindlich und stellt hohe Anforderungen an die Konformitätsbewertung, insbesondere bei Herstellern aus dem außereuropäischen Ausland. werob bietet hier einen integrierten Compliance-Pfad.

Als Systemintegrator übernehmen wir die Verantwortung für die Einhaltung der relevanten Normen, wie etwa der ISO 13482 für persönliche Pflegeroboter. Wir stellen sicher, dass die eingesetzte Hardware und die Software-Action-Graphs den europäischen Sicherheitsstandards entsprechen. Dies schützt Betreiber vor Haftungsrisiken und sorgt dafür, dass die Investition auch über das Jahr 2027 hinaus rechtssicher betrieben werden kann. Das werob Cockpit überwacht diesen Status kontinuierlich über ein vierdimensionales Ampelsystem, das Hardware, Infrastruktur, Regulatorik und Spezifikation umfasst.

Fallbeispiel Korian Deutschland: Skalierung in der Praxis

Korian Deutschland, einer der führenden Betreiber von Pflegeeinrichtungen, dient als Referenz für die erfolgreiche Skalierung von Robotik-Lösungen. In der Zusammenarbeit mit werob konnte bereits im ersten Jahr eine zweistellige Kostenentlastung realisiert werden. Der Fokus lag hierbei auf der Entlastung des Personals von logistischen Routineaufgaben, um mehr Zeit für die direkte Bewohneransprache zu gewinnen.

Der Erfolg bei Korian zeigt, dass die Akzeptanz der Technologie maßgeblich von der Zuverlässigkeit und der einfachen Handhabung abhängt. Durch die Nutzung des werob Cockpits behält die zentrale Betriebsleitung den Überblick über die gesamte Flotte an verschiedenen Standorten, während die Teams vor Ort durch die automatisierten Abläufe spürbar entlastet werden. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass ein systematischer Rollout, unterstützt durch einen starken Integrationspartner, die operative Resilienz von Pflegegruppen signifikant erhöht.

Humanoide Roboter in der Pflege: Das Hamburger Pilotprojekt

In einer Hamburger Pflegeeinrichtung wird derzeit die nächste Stufe der Robotik erprobt: der Einsatz humanoider Systeme. Seit Mai 2026 befindet sich dort das erste Pilotprojekt in der zwölften Betriebswoche. Humanoide Roboter wie die Modelle von Apptronik oder Figure AI bieten durch ihre menschenähnliche Form neue Möglichkeiten in Umgebungen, die für Menschen gestaltet wurden.

Während klassische Service-Roboter auf Rollen und Tabletts angewiesen sind, können humanoide Systeme theoretisch komplexere Greifaufgaben übernehmen und Hindernisse flexibler überwinden. In der Hamburger Einrichtung liegt der Fokus aktuell auf der Unterstützung bei der Materialverteilung und der Begleitung von Bewohnern in Gemeinschaftsbereiche. werob begleitet dieses Projekt als Integrator, um die Action-Graphs zu verfeinern und die Sicherheit im direkten menschlichen Umfeld zu gewährleisten. Die ersten Ergebnisse zeigen eine hohe Akzeptanz bei Bewohnern und Personal, sofern die Aufgaben klar definiert und die Abläufe stabil sind.

Hardware-Agnostik als Investitionsschutz

Der Robotikmarkt ist extrem dynamisch. Neue Hersteller drängen monatlich auf den Markt, während andere verschwinden. Für einen Pflegebetreiber wäre es riskant, sich an einen einzelnen OEM zu binden. werob löst dieses Problem durch Hardware-Agnostik. Wir sind kein Wiederverkäufer für eine bestimmte Marke, sondern wählen aus einem Katalog von über 44 Partnern die beste Lösung aus.

Sollte ein Hersteller seine Software-Unterstützung einstellen oder ein leistungsfähigeres Modell auf den Markt kommen, ermöglicht die werob Plattform einen nahtlosen Wechsel der Hardware, während die integrierten Workflows und Schnittstellen zu Systemen wie SAP EWM oder PointClickCare bestehen bleiben. Dieser Ansatz verhindert einen Vendor-Lock-in und stellt sicher, dass die technologische Infrastruktur der Pflegeeinrichtung stets auf dem neuesten Stand bleibt, ohne dass die gesamte Integration neu aufgerollt werden muss.

Outcome-only: Kommerzielle Modelle ohne Risiko

Ein wesentliches Hindernis für viele Einrichtungen sind die initialen Investitionskosten und die Unsicherheit über den tatsächlichen Nutzen. werob adressiert dies durch ein Outcome-only-Modell. Das bedeutet, dass der Betreiber erst zahlt, wenn der Roboter produktiv im Einsatz ist und die definierten Aufgaben erfüllt. Es gibt keine versteckten Listenpreise oder teure Discovery-Gebühren vorab.

Dieses Modell verschiebt das Risiko vom Betreiber zum Integrator. Wir sind darauf angewiesen, dass die Spezifikation präzise ist und der Roboter zuverlässig läuft. Dies garantiert eine hohe Qualität in der Implementierungsphase. In Kombination mit dem Versprechen, innerhalb von acht Wochen vom ersten Kontakt zum laufenden System zu kommen, bietet werob einen schnellen und risikoarmen Pfad zur Automatisierung. Die Abrechnung erfolgt auf Basis der erbrachten Leistung, was die Budgetplanung für Pflegeheime erheblich vereinfacht.

FAQ

Wie hoch sind die Kosten für einen Roboter im Altenheim?
werob arbeitet mit einem Outcome-only-Modell. Sie zahlen erst, wenn das System produktiv läuft. Es gibt keine pauschalen Listenpreise, da die Kosten von der spezifischen Spezifikation und dem gewählten OEM-Partner abhängen.
Welche Aufgaben können Roboter in der Pflege übernehmen?
Die Schwerpunkte liegen auf logistischen Aufgaben wie der Medikamentenrunde, dem Transport von Wäsche und Mahlzeiten sowie der Unterstützung bei der Reinigung. Humanoide Systeme werden zudem für Begleitdienste erprobt.
Ist die Integration in bestehende Pflegesysteme schwierig?
Nein, werob liefert fertige Konnektoren für Systeme wie PointClickCare und MatrixCare. Die Integration erfolgt innerhalb der achtwöchigen Implementierungsphase ohne hohen manuellen Aufwand für Ihre IT.
Ersetzen Roboter das Pflegepersonal?
Nein, Roboter übernehmen repetitive, mechanische Aufgaben. Ziel ist es, das Personal von Laufwegen und Logistik zu entlasten, damit mehr Zeit für die direkte Bewohnerpflege zur Verfügung steht.
Was passiert bei technischen Problemen?
Das werob Cockpit überwacht die Flotte live mit einem Ampelsystem. Bei Störungen greift unser Support ein, oft bevor das Personal vor Ort das Problem bemerkt. Die Wartung ist Teil des Betriebskonzepts.
Sind die Roboter sicher für die Bewohner?
Ja, alle eingesetzten Systeme entsprechen der ISO 13482 und erfüllen die Anforderungen der EU-Maschinenverordnung. Sie verfügen über Sensoren zur Hinderniserkennung und stoppen sofort bei Kontakt.
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