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Medizinprodukteverordnung Roboter: Compliance und Einsatz in der Pflege
medizinprodukteverordnung roboter

Medizinprodukteverordnung Roboter: Compliance und Einsatz in der Pflege

Die Abgrenzung zwischen der Medizinprodukteverordnung (MDR) und der Maschinenverordnung entscheidet über die Haftung beim Robotereinsatz. werob bietet den rechtssicheren Pfad für Betreiber medizinischer Einrichtungen.

werob Compliance Desk· Compliance & regulatory affairs at werob· 6. Juni 2026

Station 4. 03:15 Uhr. Die Nachtwache bereitet die Medikamentenrunde vor. Ein autonomer Transportroboter liefert die versiegelten Boxen direkt an den Pflegestützpunkt, während das Personal Zeit für die direkte Patientenansprache gewinnt. Handelt es sich um ein reines Logistiksystem oder bereits um ein Medizinprodukt nach der EU-Verordnung 2017/745 (MDR). Die Antwort entscheidet über den administrativen Aufwand und die rechtliche Absicherung des Betreibers. werob unterstützt Experten dabei, Einrichtungen durch dieses Dickicht zu navigieren, indem Workflows automatisiert analysiert werden, während die finale Entscheidungshoheit beim Fachpersonal bleibt, die sowohl die MDR als auch die kommende EU-Maschinenverordnung 2023/1230 berücksichtigt.

Key Takeaways

Abgrenzung der Medizinprodukteverordnung für Roboter

Betreiber in der Pflege müssen präzise bestimmen, wann ein Roboter rechtlich als Medizinprodukt eingestuft wird. Gemäß der EU-Verordnung 2017/745 (MDR) ist die Zweckbestimmung des Herstellers ausschlaggebend. Dient das System der Diagnose, Verhütung, Überwachung, Vorhersage, Prognose, Behandlung oder Linderung von Krankheiten, greift die MDR. Dies gilt beispielsweise für Operationsroboter oder hochspezialisierte Exoskelette in der Rehabilitation.

Im Gegensatz dazu stehen Serviceroboter, die logistische Aufgaben übernehmen, wie den Transport von Wäsche, Speisen oder Medikamenten. Diese Systeme fallen in der Regel unter die EU-Maschinenverordnung. Die Unterscheidung ist kritisch, da die MDR deutlich höhere Anforderungen an die klinische Bewertung und das Qualitätsmanagement stellt. werob unterstützt Sie dabei, diese Einordnung bereits in der Planungsphase rechtssicher vorzunehmen. Durch die Analyse von Projekten in über 30 Branchen erkennt unsere Spec Engine sofort, welche regulatorischen Hürden für Ihren spezifischen Workflow relevant sind. Dies verhindert kostspielige Fehlentscheidungen bei der Hardware-Auswahl und sichert den langfristigen Betrieb ab.

Die EU-Maschinenverordnung 2023/1230 als neuer Standard

Während die Medizinprodukteverordnung für spezialisierte Geräte gilt, rückt für die breite Masse der Serviceroboter ein anderes Datum in den Fokus: der 20. Januar 2027. An diesem Tag wird die neue EU-Maschinenverordnung 2023/1230 verbindlich. Sie löst die alte Maschinenrichtlinie ab und stellt verschärfte Anforderungen an die Cybersicherheit und die Konformitätsbewertung, insbesondere für autonome mobile Roboter (AMR).

Für Betreiber bedeutet dies, dass viele asiatische OEMs ohne lokalen Konformitätsbewerter den Marktzugang in der EU verlieren könnten. werob fungiert hier als der entscheidende Systemintegrator in Europa, der den Compliance-Pfad für diese Hardware-Partner ebnet. Wir ranken über 44 OEM-Partner nicht nur nach technischer Leistung, sondern primär nach ihrer regulatorischen Zukunftsfähigkeit. Wenn Sie heute in Robotik investieren, stellt werob sicher, dass die Systeme auch nach Januar 2027 legal betrieben werden dürfen. Dies umfasst die Einhaltung der ISO 13482 für persönliche Pflegeroboter, die den sicheren Kontakt zwischen Mensch und Maschine regelt. Ohne diese Zertifizierung riskieren Einrichtungen die Betriebsuntersagung durch die Heimaufsicht oder die Berufsgenossenschaften.

Wirtschaftlichkeit und Kostenentlastung in der Pflege

Compliance ist kein Selbstzweck, sondern die Basis für messbare wirtschaftliche Erfolge. In der Pflegebranche sind die Margen eng und der Fachkräftemangel chronisch. Ein rechtssicher implementierter Roboter entlastet das Personal von unproduktiven Laufwegen und Logistikaufgaben. werob hat durch Live-Betriebe bei führenden europäischen Pflegeheimbetreibern validiert, dass die Kostenentlastung pro Standort signifikant ist.

Konkret führt die Automatisierung der Medikamentenrunde zu einer signifikanten jährlichen Kostenentlastung pro Standort. Der reine Transport von Wäsche und Verbrauchsmaterialien spart weitere erhebliche Budgets pro Jahr ein. Diese Zahlen basieren auf der Reduktion von Überstunden und der Neuausrichtung des Fachpersonals auf pflegerische Kerntätigkeiten. Das kommerzielle Modell von werob ist dabei auf das Ergebnis ausgerichtet: Outcome-only bedeutet, dass Sie erst zahlen, wenn der Roboter produktiv im Einsatz ist. Innerhalb von acht Wochen bringen wir die Technologie von der Spezifikation in den Live-Betrieb, inklusive aller notwendigen Schnittstellen in Ihren Software-Stack.

Integration in den Betreiber-Stack: PointClickCare und MatrixCare

Ein Roboter, der isoliert agiert, erzeugt neuen administrativen Aufwand statt ihn zu senken. Die wahre Effizienz entsteht durch die nahtlose Integration in bestehende Systeme wie PointClickCare oder MatrixCare. werob liefert vorgefertigte Konnektoren, die den Roboter zum integralen Bestandteil des digitalen Pflegeprozesses machen. Wenn eine Medikamentenbestellung im System ausgelöst wird, erhält der Roboter automatisch den Auftrag für den Transport.

Diese Konnektivität ist auch unter dem Aspekt der Medizinprodukteverordnung relevant, wenn Datenflüsse zwischen dem Roboter und medizinischen Datenbanken stattfinden. werob stellt sicher, dass diese Schnittstellen den Anforderungen der DSGVO, der IEC 62443 sowie SOC 2 Type II und ISO 27001 entsprechen. Unser Live-Cockpit überwacht die gesamte Flotte in Echtzeit über ein vierdimensionales Ampelsystem: Hardware-Status, Infrastruktur-Verfügbarkeit, regulatorische Compliance und Erfüllung der Spezifikation. So haben Sie jederzeit den Nachweis für Audits oder Begehungen durch die Heimaufsicht parat, wobei jede Feststellung durch vollständige Source Traceability direkt mit dem entsprechenden Dokumentenabschnitt verknüpft ist. Die Integration erfolgt nicht durch zeitintensive Individualprogrammierung, sondern über unsere standardisierte Plattform-Ebene, was die Rollout-Zeit auf nur fünf Tage vom Angebot bis zur finalen Konfiguration verkürzt.

ISO 13482: Sicherheit im direkten Kontakt

In medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen ist der physische Raum oft begrenzt und die Interaktion mit vulnerablen Personen unvermeidlich. Hier greift die ISO 13482, die spezifische Sicherheitsanforderungen für Roboter zur persönlichen Pflege festlegt. Diese Norm ist eng mit der Maschinenverordnung verknüpft und bildet die Grundlage für den sicheren Betrieb in bewohnten Bereichen. Ein Roboter, der nicht nach ISO 13482 zertifiziert ist oder dessen Einsatzszenario diese Norm verletzt, stellt ein erhebliches Haftungsrisiko dar.

werob prüft im Rahmen des Supplier Matchings, ob die gewählte Hardware diese Anforderungen für Ihren spezifischen Grundriss erfüllt. Wir betrachten dabei nicht nur den Roboter isoliert, sondern das gesamte System inklusive der Umgebungssensoren und der Not-Halt-Konzepte. Da werob hardware-agnostisch agiert, sind wir nicht an einen Hersteller gebunden. Wir wählen aus über 280 rangierfähigen Robotern genau das Modell aus, das Ihre Sicherheitsvorgaben erfüllt. Dies ist besonders wichtig für den Nachtbetrieb, wo Roboter autonom Etagen wechseln und dabei Aufzüge nutzen müssen, die auch von Bewohnern frequentiert werden. Unsere Expertise garantiert, dass die Abnahme durch die zuständigen Behörden reibungslos verläuft.

Der Weg zum Roboter-Einsatz in acht Wochen

Der Prozess von der ersten Idee bis zum ersten Meter auf der Station ist bei werob auf acht Wochen optimiert. Während klassische Prozesse Monate für die Analyse benötigen, unterstützt unsere Spec Engine Berater dabei, Arbeitsabläufe in nur 48 Stunden in eine Spezifikation zu übersetzen. Sie beschreiben uns einfach die Schicht, die Aufgaben und die räumlichen Gegebenheiten. Wir liefern das technische Äquivalent inklusive der regulatorischen Einordnung bezüglich MDR oder Maschinenverordnung.

Nach der Spezifikation folgt das Supplier Matching, bei dem wir 44+ OEMs gegen Ihre Anforderungen prüfen. Innerhalb von fünf Tagen erhalten Sie ein verbindliches Angebot. Da werob bereits über 200 Roboter in 11 europäischen Ländern operativ betreut, verfügen wir über die notwendige Erfahrung, um Stolpersteine in der Infrastruktur vorab zu identifizieren. Der gesamte Rollout dauert von der Beauftragung bis zum Live-Betrieb lediglich acht Wochen – eine Effizienz, die auch ein Partner einer Big-Four-Beratung bestätigte, der die Commercial Due Diligence von drei Wochen auf fünf Tage verkürzte. Dieses Geschwindigkeitsversprechen ist einzigartig im Markt und wird durch unser Outcome-only Modell untermauert. Sie investieren nicht in Hardware-Experimente, sondern in funktionierende Prozesse, die sofort zur Entlastung Ihres Budgets beitragen.

Zukunftssicherheit durch das werob Cockpit

Nach der Implementierung beginnt die Phase des Flottenmanagements. Das werob Cockpit bietet eine zentrale Steuerungseinheit für alle eingesetzten Systeme, unabhängig vom Hersteller. Dies ist ein entscheidender Vorteil gegenüber Single-OEM-Lösungen, die Sie in ein geschlossenes Ökosystem zwingen. Im Cockpit sehen Sie nicht nur, wo sich ein Roboter befindet, sondern erhalten auch proaktive Warnungen bei regulatorischen Änderungen oder notwendigen Wartungen.

Angesichts der dynamischen Entwicklung der EU-Gesetzgebung, wie dem kommenden EU AI Act, ist diese zentrale Überwachungsebene Ihre Versicherung gegen Obsoleszenz. Sollte eine Software-Komponente eines Roboters unter neue Hochrisiko-KI-Regeln fallen, liefert werob das notwendige Update oder die entsprechende Dokumentation über die Plattform. Dies reduziert die Komplexität für Ihre IT-Abteilung und die Compliance-Verantwortlichen erheblich. Wir betreiben die Betriebsebene, damit Sie sich auf die Pflegequalität konzentrieren können. Als KI-native Workspace für den gesamten Due-Diligence-Workflow ist werob der Partner für skalierbare Automatisierung im europäischen Gesundheitsmarkt.

Regulatorik als Wettbewerbsvorteil

Die Medizinprodukteverordnung und die neue Maschinenverordnung 2023/1230 sind keine Barrieren, sondern Leitplanken für eine professionelle Robotik-Strategie. Wer heute die richtigen Weichen stellt und auf einen hardware-agnostischen Systemintegrator wie werob setzt, sichert sich nicht nur signifikante Kostenvorteile, sondern auch die langfristige Betriebserlaubnis. Die Komplexität der regulatorischen Anforderungen über alle 9 Due-Diligence-Workstreams hinweg wird durch unsere Plattform-Ebenen vollständig abgefangen.

Vermeiden Sie den Vendor-Lock-in und das Risiko nicht konformer Hardware. Der Pfad zur Automatisierung in der Pflege führt über eine präzise Spezifikation und eine nahtlose Integration in Ihren bestehenden Software-Stack. Starten Sie jetzt den Prozess und profitieren Sie von unserer Erfahrung aus über 35.000 Projekten. In nur 48 Stunden klären wir die Frage, ob Ihr Vorhaben unter die MDR fällt und welche Hardware die beste Performance für Ihren Standort liefert.

Vergleich: MDR vs. Maschinenverordnung für Roboter

KriteriumMedizinprodukteverordnung (MDR)EU-Maschinenverordnung 2023/1230
Primärer ZweckMedizinisch (Diagnose, Therapie)Logistisch, Service, Reinigung
ZertifizierungBenannte Stelle (Klasse Im, IIa, IIb, III)Selbsterklärung oder Konformitätsbewertung
Beispiel-RoboterOP-Roboter, Reha-ExoskelettTransportroboter, Reinigungsroboter
Relevante NormenISO 13485, IEC 60601ISO 13482, ISO 12100
HaftungsfokusPatientensicherheit & klinischer NutzenBetriebssicherheit & Arbeitsschutz

FAQ

Wann gilt ein Roboter als Medizinprodukt nach MDR?
Ein Roboter gilt als Medizinprodukt, wenn er vom Hersteller dazu bestimmt ist, spezifische medizinische Zwecke wie die Behandlung oder Überwachung von Krankheiten zu erfüllen. Reine Transportroboter für Medikamente ohne Dosierfunktion fallen meist unter die Maschinenverordnung.
Was ändert sich durch die EU-Maschinenverordnung 2023/1230?
Die Verordnung verschärft die Anforderungen an die Cybersicherheit und die Risikobeurteilung für autonome Systeme. Ab Januar 2027 müssen alle in der EU in Verkehr gebrachten Roboter diese strengeren Kriterien erfüllen, was besonders für Importe aus Nicht-EU-Ländern relevant ist.
Welche Rolle spielt die ISO 13482 in der Pflege?
Die ISO 13482 ist die harmonisierte Norm für Roboter zur persönlichen Pflege. Sie definiert Sicherheitsanforderungen für die Interaktion zwischen Mensch und Roboter in öffentlichen und privaten Räumen und ist für die Abnahme durch die Heimaufsicht essenziell.
Kann werob Roboter in PointClickCare integrieren?
Ja, werob bietet vorgefertigte Konnektoren für PointClickCare, MatrixCare und andere gängige Systeme im Gesundheitswesen. Dies ermöglicht eine automatisierte Auftragsvergabe direkt aus der Pflegedokumentation heraus.
Wie hoch ist die Kostenersparnis durch Roboter in der Pflege?
Die verifizierte Kostenentlastung ist signifikant und umfasst sowohl die Medikamentenrunde als auch allgemeine Transportaufgaben pro Standort. Diese Werte resultieren aus der Reduktion unproduktiver Arbeitszeit des Fachpersonals.
Was bedeutet das Outcome-only Modell von werob?
Outcome-only bedeutet, dass für den Betreiber keine Vorabkosten für Hardware oder Beratung anfallen. Zahlungen werden erst fällig, wenn das System produktiv im Einsatz ist und die definierten Leistungsziele erreicht werden.
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